„Die höchste Glut der freudigsten Lebenskraft und die
verzehrendste Todessehnsucht: beide thronen abwechselnd
in meinem Herzen…“

Die Worte des 19jährigen Gustav Mahler charakterisieren geradezu prophetisch die beiden ungeheuren Werke, welche dieses Programm kombiniert:

Das »Lied von der Erde« stimmt den überwältigenden Gesang von der Kreatur Mensch an und ist als Sinfonie für Stimmen und Orchester nicht zufällig Mahlers eigentliche »Neunte«. Das Adagio der unvollendeten Zehnten, gerichtet an seine Frau Alma, ist Mahlers »Liebestod«: Ausdruck seines enormen Liebeswillens, des einzig möglichen Wegs, die Tragik der Vergänglichkeit zu überwinden.

Die Fassungen der Kammeroper sind tönendes Erforschen der Quellen von Gustav Mahlers erschütternden Aussagen über die letzten Dinge, ohne die schöpferische Größe der Musik anzutasten, sozusagen Expeditionen ins »Herz des Herzens«.

VORBERICHTE

„Erhaben und geerdet“ Von Egbert Tholl, SZ am 27.11.2018

„(…) Sie [Okka von der Damerau] kennt die Kammeroper, hat dort schon mal einen Meisterkurs für die jungen Sängerinnen [der Kammeroper München] und Sänger gegeben. „Inzwischen weiß ich ganz gut, was ich mit der Stimme mache. Man muss doch weitererzählen, was man herausgefunden hat.“

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Gustav Mahler

Das Lied von der Erde

& 10. Sinfonie (Adagio)

Arrangement: Alexander Krampe

Okka von der Damerau (Mezzosopran)
Dean Power (Tenor)
Nabil Shehata (Musikalische Leitung)

Premiere am 29. November 2018

Allerheiligen-Hofkirche, Residenz München

Eine Produktion von „Projekt Kammeroper in München e.V.“

Okka von der Damerau

Die gebürtige Hamburgerin Okka von der Damerau studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, an der Opernschule Stuttgart sowie an der Hochschule für Musik Freiburg. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist sie Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, wo sie in 2015/16 u. a. als Ulrica in Verdis Un ballo in maschera unter Zubin Mehta, Magdalene in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg unter Kirill Petrenko, Äbtissin in Prokofievs Der Feurige Engel unter Vladimir Jurowski und als Brangäne in Tristan und Isolde unter Simone Young zu hören war. Highlights waren in letzter Zeit außerdem Konzerte mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, dem Orchestra dell´Accademia Nazionale di St. Cecilia unter Antonio Pappano und mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti. Zuletzt gab Okka von der Damerau ihr Debüt beim Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst mit der Partie der Brangäne in TRISTAN UND ISOLDE und konzertierte mit den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev. Sie sang mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper unter Kent Nagano im Vatikan und Mahlers Dritte Symphonie unter der Leitung von Kirill Petrenko in München und Berlin.

Anfang 2015 sang sie erstmalig an der Mailänder Scala und 2016 an der Chicago Lyric Opera. Sie gab jüngst ihr Debüt an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden. 2013 debütierte Okka von der Damerau bei den Bayreuther Festspielen als Floßhilde in Das Rheingold und Floßhilde und Erste Norn in Götterdämmerung.

Auf dem Konzertpodium ist Okka von der Damerau in der kommenden Spielzeit unter anderem im Concertgebouw Amsterdam zu hören, außerdem in München in Beethovens Missa solemnis unter Kirill Petrenko, an der Accademia Sta. Cecilia Rom mit Beethovens IX. Symphonie, ebenfalls mit Petrenko und beim Melbourne Symphony Orchestra in Verdis Requiem.

Dean Power

Dean Power stammt aus Irland und studierte an der Royal Irish Academy of Music sowie am D. I. T. Conservatory of Music and Drama in Dublin. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u. a. der Veronica Dunne International Singing Competition.

Sein Repertoire umfasst Partien wie Acis (»Acis und Galatea«), Fileno (»La fedeltà premiata«), Don Ottavio (»Don Giovanni«), Tamino (»Die Zauberflöte«), Ferrando (»Così fan tutte«), Edmondo (»Manon Lescaut«), Janek (»Die Sache Makropulos«), Oloferno Vitellozzo und Rustighello (»Lucrezia Borgia«), Arturo und Normanno (»Lucia di Lammermoor«), Matteo Borsa (»Rigoletto«), Nathanaël (»Les Contes dʼHoffmann«), Scaramuccio (»Ariadne auf Naxos«), Remendado (»Carmen«), Erscheinung eines Jünglings und Bücklige (»Die Frau ohne Schatten«), Malcolm (»Macbeth«), Froh (»Das Rheingold«), Dritter junge Offizier (»Die Soldaten«) und Toni Reischmann (»Elegie für junge Liebende«) sowie Oratorienliteratur von Bach, Händel, Haydn, Mozart, Schubert und Schumann.

Nach zwei Jahren im Opernstudio ist der Tenor seit Beginn der Spielzeit 2012/2013 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Am Gärtnerplatztheater debütierte er 2014 als Belmonte in »Die Entführung aus dem Serail«.

Musiker

FLÖTE – Christiane Steffens

OBOE – Robert Sailer

KLARINETTE – Christophe Gördes

FAGOTT – Cornelius Rinderle

HORN – Andreas Becker

VIOLINEN – Boris Brovtshin, Sören Bindemann

VIOLA – Franziska Giehl, Miriam Peter

VIOLONCELLO – Tim Park, Aniko Zeke     

KONTRABASS – Anton Kammermaier

AKKORDEON – Alexander Kuralionok

VIBRAPHON & SCHLAGWERK – Cristobal Gajardo

HARFE – Sonia Bize

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