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Il
matrimonio segreto – Die heimliche Ehe
Opera buffa in 2 Akten von
Domenico Cimarosa (1749-1801)
Entstehung und Wirkung
1791 übersiedelte
Cimarosa nach einem dreijährigen Aufenthalt in St. Petersburg
nach Wien. Im Auftrag Kaiser Leopold II. schrieb er noch im gleichen
Jahr diese komische Oper, die im Februar 1792 bei ihrer Uraufführung
im kaiserlichen Hoftheater einen triumphalen Erfolg und ein in
der Operngeschichte wohl beispielloses da Capo erlebte, nämlich
das des kompletten Werkes. Als einzige Oper Cimarosas hat sich „Il
matrimonio segreto“ dank ihrer Frische, ihrer Komik und Herzlichkeit
bis heute auf den Spielplänen gehalten. In München wurde
sie zuletzt 1988 am Gärtnerplatztheater gegeben.
Zur Musik
Eher geistreich als sachlich korrekt bemerkte im 19. Jahrhundert
der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick: Die wahre heimliche Ehe
habe zwischen Cimarosas Werk und Mozarts „Le Nozze di Figaro“ (1786)
stattgefunden, und ein Nachkomme sei inzwischen auch auf der Welt:
Rossinis „Barbier von Sevilla“.
Tatsächlich will
die „Heimliche Ehe“ aber weder mit der symphonisch-psychologischen
Komplexität des „Figaro“ konkurrieren noch der
Virtuosität des „Barbier“ den Weg bereiten. Sie
behauptet sich zwischen beiden als besonders bezauberndes Exemplar
der klassischen italienischen Oper mit ihrem unangefochtenen Primat
des Gesanges. So machen der Gefühlsreichtum ihrer Arien und
die wirkungsvollen Ensemblenummern die „Heimliche Ehe“ zu
einem Juwel, dessen intimer Glanz heute tatsächlich im Kammerspiel
am schönsten zur Geltung kommt.
Die Handlung
„Bologna, im
Hause Geronimos, 18. Jahrhundert“, also hier und heute
1. Akt Der eitle Kaufmann Hieronymus möchte durch eine Verbindung
seiner beiden Töchter mit vornehmen Herren in den Adelsstand
aufsteigen. Karo ist aber bereits heimlich mit Paulchen, dem
Buchhalter ihres Vaters, verheiratet, der wiederum seinen Freund,
den völlig verschuldeten Graf Robinson überredet hat,
um Lisbeths Hand, anzuhalten. Damit soll der Ehrgeiz des Schwiegervaters
zumindest zur Hälfte befriedigt und seinem Zorn die Spitze
gebrochen werden.
Die Probleme beginnen in dem Moment, als Graf
Robinson Karo begegnet, die ihm auf Anhieb besser gefällt
als ihre eifersüchtige Schwester. Als Lisbeth schon bald
mit eigenen Augen mitansehen muß, wie Robinson Karo nachstellt,
schlägt sie lauthals Alarm. Zur Rede gestellt, verkündet
der Graf ohne Zögern, nunmehr die Jüngere statt der Älteren
heiraten zu wollen. Ein heilloses Chaos aus Geschrei, Tränen
und schließlich auch Handgreiflichkeiten ist die Folge.
2. Akt Hieronymus verweigert hartnäckig sein Einverständnis
zu einem „Bräutchen-wechsel-dich“. Erst als
der Graf anbietet, dafür auf die halbe Mitgift zu verzichten,
siegt Geschäftssinn über Patriarchenstolz.
Bisher allen
amourösen Wirren trotzend, entdeckt nun Tante Traudel ihre
Gefühle für das zurückhaltende Paulchen. Aus der
doppelten Klemme sieht das junge Paar keinen anderen Ausweg mehr
als nächtliche Flucht. Hieronymus will von Traudels und
Lisbeths Forderung, Karo umgehend ins Kloster zu stecken, verständlicherweise
nichts wissen.
Paulchen kann wenigstens einen kurzen Moment ungestörten
Beisammenseins mit Karo genießen. Die mitternächtliche
Schürzenjagd endet für den Grafen Robinson erfolglos,
denn vor Karos Kammer liegt Lisbeth auf der Lauer. Doch wie abstoßend
er ihr sein eigenes Portrait auch malt, die Verschmähte
lässt nicht locker.
Als er zuletzt vor ihr Reißaus
nimmt, weckt Lisbeth ihren Vater und behauptet dreist, der Graf
liege bei ihrer Schwester. Der Tumult scheucht auch die Übrigen
aus den Betten. Die Wahrheit lässt sich nicht länger
vertuschen. Hieromynis tobt, droht mit Kloster und Enterbung,
aber als Graf Robinson nach Abwägung seiner Gefühle
und seines Geldbeutels sich dann doch bereit erklärt, Lisbeth
zu heiraten, gibt er seinen Segen zu der „heimlichen Ehe“.
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Geronimo = Hieronymus, ein reicher Kaufmann
Elisetta = Lisbeth,
seine ältere Tochter
Carolina = Karo,
seine jüngere Tochter
Fidalma = Traudel,
seine Schwester
Paolino = Paulchen,
sein Buchhalter
Graf Robinson
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Johannes
Stermann
Dora Pavlikova
Katja Stuber
Vera Semieniuk
Benedikt Nawrath
Uwe Schenker-Primus
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