Kritik -> Presse
 
         
 

 

finta

 

 

Robert Jungwirth auf klassikinfo.de:

Die Münchner Kammeroper mit einer quietschbunten Version von Mozarts "La Finta semplice"

(München, 13. Februar 2008) Wenn man heute einen Zwölfjährigen von Computerspielen fernhält, gilt das schon als Erziehungserfolg. Als Mozart zwölf war komponierte er seine zweite Oper. Also Kinder, ran ans Klavier und draufloskomponiert! Doch selbst Mozart hatte es nicht leicht, für seine "La Finta semplice" ("Die vorgeblich Einfältige") ein Publikum zu finden. Für Wien war sie bestimmt, doch dort bremsten die Altvorderen den Jungstar aus und es wurde nichts mit der Wiener Premiere....

Zweifelsohne ist Münchens erstaunlicher kleiner Opernbühne mit dieser "Finta semplice" ein coup de theatre gelungen, der das Zeug zur Kultaufführung hat. Vollständige Kritik ->

 


 
 
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Klaus Kalchschmid auf klassikinfo.de:

Dominik Wilgenbus inszeniert Rossinis "Die Liebesprobe" im Hubertussaal von Schloss Nymphenburg

(München, 25. August 2007) Wer hätte gedacht, dass Dominik Wilgenbus nicht nur seine erzkomische Inszenierung von Rossinis "La Cenerentola" oder Haydns "Orlando Paladino" in der Pasinger Fabrik, sondern auch seine freche "Heimliche Ehe" im Hubertussaal von Schloss Nymphenburg noch toppen kann.

Mit "La pietra del paragone", zu deutsch: "Der Prüfstein des Herzens oder Die Liebesprobe", ist ihm, dem auch die geistsprühende, wunderbar sich reimende deutsche Textfassung und eine teilweise neu erzählte Handlung zu verdanken ist, an diesem Ort mal wieder die Quadratur des Kreises gelungen.
Präzise und voll von absurdem Witz bis in die kleinste Geste hinein, frech und charmant, heiter und unbeschwert ist seine Inszenierung.

Arrangeur Alexander Krampe und Dirigent Olivier Tardy aber sorgten dafür, dass zwölf exzellente Musiker der Kammeroper München - darunter ein Akkordeonspieler - einen farbigen, herrlich perlenden, manchmal schwebenden, manchmal auch schräg-ironischen Rossini-Ton anschlagen.
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Süddeutsche Zeitung
vom 3. Aug 06

Mit den feinen Düften der Liebe
Die Kammeroper triumphiert mit Cimarosa in Nymphenburg

Es ist der Abend, auf den das Werk Domenico Cimarosas seit seiner Entstehung gewartet hat...bietet diese Oper herrlich blumige Melodien, viel sangliche Süße und wunderbare verzierende Einfälle. Und an diesem Punkt beginnt das Wunder von Nymphenburg, wo im Hubertussaal die Münchener Kammeroper nun „Die Heimliche Ehe“ vom Schlick des schalen Lachens befreite.

Alexander Krampe, dessen prächtige Arrangements einst den Ruhm der Oper in Pasing mitbegründet hatten, hat hier sein Meisterstück geliefert. Vielleicht, weil er sich ein klein wenig mehr Freiheit als sonst nahm, sodann die Struktur aufbrach, die unsäglichsten Wiederholungen verknappte und mit Variationen anreicherte...

Das Spiel der Klangfarben trägt Dominik Wilgenbus in seine Inszenierung hinein, verdeutlicht durch die verschiedenen Pastell-Töne der Kostüme in einem überhöhten Rokoko-Stil... Wilgenbus schärft mit phantastisch leichter Hand den Konflikt zwischen einem Bürgertum, das Geld hat und auf einen Adelstitel schielt, und dem Adel, der in erstarrter Würde pleite ist. Das ist so reizend gezeichnet, so schwerelos, dass aus diesem Konflikt eine präzise Paraphrase von Eitelkeit und Aufstiegswillen an sich erwächst, zeitlos gültig und fein gewürzt mit den Düften der Liebe.
Dazu betätigt sich Wilgenbus selbst als findig reimender Erzähler, so musikalisch, dass man sich in Salzburg und anderswo an ihm ein Beispiel nehmen sollte: so geht’s, wenn man Rezitative (teilweise) durch Sprechtext ersetzen will.

Dazu kommen sechs fabelhafte Solisten, denen allen eine große Zukunft bevorsteht... Das ist Jugend, die viel kann, viel will, und großartig dabei ausschaut. Beispielhaft.
Egbert Tholl



 
 
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Neue Musikzeitung
Ausgabe Juli 06

Zurück zum unverkrampften Spiel


Die Kammeroper München – ein Erfolgsrezept

Bei der Oper hört nicht selten der Spaß auf. Es scheint, als würden die großen Opernhäuser ihren 400-jährigen Ballast in jeder Neuinszenierung abladen. Das Spiel, die gewitzte Aktion geht Baden und wird der voluminösen Ausbreitung der Stimmen und Stars geopfert. Die Verzahnung von Szene und Musik bleibt auf der Strecke. Langeweile gehört zum Gepäck (zugegeben: Das ist etwas pauschal, aber wie häufig erlebt man Musiktheaterregie, die nicht mit der Musik arbeitet, sondern sich allein deutend, psychologisierend oder einfach im Konventionellen verharrend danebenstellt).

Das muss nicht so sein, meint seit einigen Jahren die Kammeroper München... weiterlesen->


 
 
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Saale-Zeitung
vom 14. Mai 2006

Ein "köstlicher" Abend nicht nur für Opernfans

Einen köstlichen Rossini-Abend erlebten rund 300 Besucher im Bad Kissinger Kurtheater. Durch die gelungenen führte charmant die Schauspielerin Michaela May.
...Wer ein Medley aus den bekanntesten Werken des italienischen Komponisten erwartet hatte, wurde nicht etwa entäuscht, sondern durch die eigenwillige Inszenierung von Michael W. Stallknecht und einem Willkommensimbiss noch positiv überrascht.

Genialer Genießer

Die Gäste machten mit der sympathischen Schauspielerin eine Rundreise durch die europäischen Hauptstädte der damaligen Zeit, wo Rossini teilweise wie ein "Rockstar" gefeiert wurde. Auch die menschliche, die kulinarische Seite Rossinis lernte man kennen, die sich in entsprechender Leibesfülle niedergeschlagen hat.

Die erste Garnitur


...die hervorragende Besetzung des Orchesters und glänzend aufgelegte Gesangsakteure: Jennifer Crohns (Mezzosopran), Andrew Meyer Lepri (Tenor) und Uwe Schenker-Primus (Bariton) gehören fraglos zur ersten Garnitur.

 

 
         
 

 


 

 

Münchner Merkur vom 7. Juni 2004

Hier stimmt einfach alles - ein Opernabend, den man sich nicht entgehen lassen darf.

Fantasiereich, einfach und verblüffend, was Wilgenbus und seinem Ensemble immer wieder einfällt. Ästhetik vom Feinsten.

 

Süddeutsche Zeitung vom 8. Juni 2004

Die sieben Sänger sind beseelt von großer Spielfreude. Das Konzept, mit bewährt farbigen Mini-Arrangements für zehn Instrumente einen wirklich witzigen Text selbst in eine Art Komik der komischen Oper zu übersetzen, funktioniert als profundes Beispiel des Machens und Miterlebens.

TZ vom 8.Juni 2004

Wer das alles verpasst, hat selber schuld. Die Münchner Kammeroper hat auch diesmal einen Volltreffer gelandet.
Umwerfend komische Kostüme. Musik-Theater at its best.


 
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