„Wenn ich nur noch so lange am Leben bleibe; denn dies muss mein Meisterwerk und mein Schwanengesang seyn.“

Mozarts Worte, von seiner Frau überliefert, erfüllten sich bekanntlich nicht, und das Fragment des Requiems war und ist bis heute untrennbar verknüpft mit den noch immer umstrittenen Umständen seiner Entstehung und des Todes seines Schöpfers.

Was aber erwartet den, der die vielen Rätsel dieses Werkes zu lösen wagt und sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter dem Wunder macht? Ob Fakten oder Verschwörungstheorien, vom Kompositionsauftrag durch den Boten eines anonymen Adligen bis zum göttlichen Auftrag…

Wenn die Kammeroper sich mit Mozarts Requiem auseinandersetzt, betreibt sie gleichermaßen kriminalistische Spurensuche wie philosophische Spekulation, beides jedoch aus der Überzeugung, dass die tiefste Erkenntnis aus dem Erleben der Musik kommt.

PRESSE

REQUIEM – VORBERICHT: „Im Takt des Todes“, am 30.10. Von Klaus Kalchschmid, SZ

(…) „Freilich bleibt sich das Orchester der Kammeroper treu und spielt in einer reduzierten Fassung mit solistischer Geige und Bratsche, zwei Celli, Kontrabass, Fagott, zwei Bassetthörnern, die Mozart so liebte, Pauke und, wie immer, Akkordeon.“ (…)

 

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REZENSION am 2.11.2018

VOLKOMMEN UNVOLLENDET
Von Klaus Kalchschmid, SZ

(…) Der 24-stimmige exzellente Chor des Vocalconsort München und je zwei Bassethörner, Geigen und Celli, dazu neben Pauken solistisch Fagott, Bratsche und Kontrabass sowie – Akkordeon: Die Kammeroper München blieb ihrer Tradition treu und bot in der Allerheiligen Hofkirche unter Leitung von Nabil Shehata mit den jungen Solisten Anna Malesza, Irena Weber, Tianji Lin und Bavo Orroi eine berührende Aufführung des Mozart-Requiems.(…)

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W.A. Mozart

Requiem

Texte: Dominik Wilgenbus

Johannes Silberschneider (Rezitation) / Peter Fricke
Vocalconsort München (Einstudierung: Johanna Soller)
Nabil Shehata (Musikalische Leitung)

Anna Malesza (Sopran)
Irena Weber (Mezzosopran)
Tianji Lin (Tenor)
Bavo Orroi (Bass)

 

Premiere am 1. November 2018

Allerheiligen-Hofkirche, Residenz

Eine Produktion von „Projekt Kammeroper in München e.V.“

Peter Fricke (Rezitation)

Nach seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München waren Peter Frickes Bühnenstationen Frankfurt, Köln und für fast zehn Jahre das Bayerische Staatsschauspiel, wo er die großen Rollen des klassischen Repertoires spielte. Ab 1973 gastierte er deutschlandweit in zahlreichen Produktionen Rudolf Noeltes, der ihn u. a. in „Egmont“, „Die Wildente“, „Drei Schwestern“ sowie in „Schluck und Jau“ besetzte. Trotz seiner Theaterengagements fand Peter Fricke immer wieder Zeit, fürs Fernsehen zu drehen: Seit Anfang der 60er-Jahre spielte er in mehr als 120 TV-Produktionen prägnante und oft zwielichtige Rollen in Krimireihen wie „Der Kommissar“, „Der Alte“, „Derrick“ oder „Tatort“, aber auch Hauptrollen in Filmen wie „Zwei Väter einer Tochter“ oder „Hitler vor Gericht“, in dem er als Erich Ludendorff vor der Kamera stand. Eine große Liebe hegt Peter Fricke zum Musiktheater: So übernahm er die Rolle des Herzog Albrecht in Carl Orffs „Die Bernauerin“ in Zürich, München und Nürnberg und arbeitete mit Dirigenten wie Rafael Kubelik und Lorin Maazel; 156 Mal stand er im Deutschen Theater München als Higgins in „My Fair Lady“ auf der Bühne. Daneben hat Peter Fricke eine eigene Hörbuchreihe (bunuel-guenwald bei Monarda) und tourt mit Lesungen im In- und Ausland. 2008 bekam er den Hörbuchpreis für seine Beteiligung an „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss und 2010 für „Chronik der Gefühle“. Er war der Erzähler in den Filmen „Die wunderbare Welt der Amelie Poulin“, in „Dogville“ und „Manderlay“ von Lars von Trier, wie auch in „Stardust“.

Johannes Silberschneider

Aus gesundheitlichen Gründen muss Johannes Silberschneider seine Teilnahme leider absagen. Der bekannte Film- und Theaterschauspieler Peter Fricke wird für ihn die Rezitation der Texte von Dominik Wilgenbus übernehmen. 

Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. 

VITA (Johannes Silberschneider)

Johannes Silberschneider, geboren 1958 in der Steiermark, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst am Max- Reinhardt-Seminar in Wien. Theaterengagements führten ihn u.a. nach Zürich, Hamburg, München, Berlin und Graz. Seit 2013 steht er als Armer Nachbar, seit 2017 als Glaube in der Jedermann-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne.

Seine internationale Film- und Fernsehkarriere begann Johannes Silberschneider 1981 mit Axel Cortis Fernsehfilm TV-Trilogie „Wohin und zurück. Es folgten über 60 weitere Fernsehrollen. An der Seite von Ben Kingsley drehte er „Anne Frank – The whole Story“ (2001). Mit Laetitia Casta stand er in „Luisa Sanfelice“ der Gebrüder Taviani (2004) vor der Kamera. In „La niña de tus ojos“ (Fernando Trueba) war er an der Seite von Penelope Cruz zu sehen und 2015 in Francois Ozons „Frantz“.

Johannes Silberschneider wurde mehrfach für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2012 ehrte ihn die Diagonale mit dem Großen Diagonale Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur. 2014 wird ihm der „Großen Josef-Krainer-Preis in Würdigung seiner Verdienste im Bereich Schauspiel zuerkannt.

VOCALCONSORT MÜNCHEN

Johanna Soller gründete 2013 das VOCALCONSORT München aus Studenten der Hochschule für Musik und Theater München. Seither widmet sich das Ensemble in relativ kleiner Besetzung vor dem Hintergrund der Historischen Aufführungspraxis vorwiegend der Chorliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts. Dabei arbeiten die jungen Musiker immer wieder mit historisch informierten Ensembles, wie dem Barockorchester La Banda zusammen. Werke wie die Motetten J.S. Bachs, G.F. Händels Messiah, W.A. Mozarts Requiem und J.S. Bachs H-Moll Messe zählen zum Repertoire. 2015 war das VOCALCONSORT München erstmals bei den AUDI-Sommerkonzerten Ingolstadt zu Gast. Von der Presse wird das Ensemble vor allem für sein „hochmotiviertes Singen“ und seine „perfekte Artikulation und Intonation“ (Münchner Merkur) gelobt.

Orchester

Bassetthorn 1 – Christophe Gördes

Bassetthorn 2 – Cornelia Göbel

Fagott – Ruth Gimpel

Violinen – Christel Lee, Katrin Wollenweber

Viola – Franziska Giehl

Violoncello – Tim Park, Thomas Wollenweber

Kontrabass – Wolfgang Güntner

Akkordeon – Alexander Kuralionok

Pauken – Tibor Hettich

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