Die lustigen Nibelungen (O. Straus)

Die lustigen Nibelungen

burleske Operette in drei Akten

burleske Operette in drei Akten von Oscar Straus
Buch von Rideamus
Arrangement von Alexander Krampe

 

PREMIERE am 7. Januar 2010

im Münchner Künstlerhaus

Eine Produktion von „Projekt Kammeroper in München e.V.“

INHALT

Spieldauer ca. 2 Stunden 30 Minuten

Siegfried, Sektfabrikant, Drachentöter und Besitzer des sagenhaften Nibelungenschatzes, hat es geschafft: Er kriegt Kriemhild, das bildhübsche Blondie aus Burgund mit dem IQ einer Haarspange, zur Braut! Als er aber anschließend gleich noch seinem schwächlichen Schwager Gunther die brutale Brunhilde von Isenland mit unerlaubten Mitteln erobert, hat seine Stunde geschlagen: Die eisige Ökotante mit dem unheilbaren Heldenkomplex wittert Verrat und fordert blutige Rache.
Doch zuvor muß der grimme Hagen, treuer Diener des Staates und des eigenen Vorteils, den folgenschwersten Mord der germanischen Geschichte erst einmal gnadenlos durchkalkulieren. Ein Glück für Siegfried, dass die Nibelungen–Aktie soeben in den Keller saust…

Die „Lustigen Nibelungen“ aus dem Jahre 1904 machen sich ihren eigenen Reim auf die sogenannten „Deutschen Tugenden“. Respektlos entlarven sie unsere mythologischen Wurzeln als eine Brut von eitlen Hohlköpfen und spaßsüchtigen Spießern, denen die Selbstherrlichkeit verhängnisvoll über den Kopf wachsen müsste, würde sie nicht von borniertem Beamtengeist im Zaum gehalten.
Die kabarettistische Frechheit des Textes macht weder vorm Nibelungenlied noch vor Hebbels Schauspiel halt so wie Oscar Straus´ kongeniale, mal berauschende, mal schmissige Musik nicht vor Wagners „Ring“.
Ein gefundenes Drachenfutter für die Kammeroper München!

Kein Zweifel, warum das berühmtberüchtigte „Deutsche Wesen“ unergründlich ist: Weil es nicht in der Tiefe steckt, sondern knapp unter der Oberfläche, im Allerseichtesten, wo es nichts weiter will als Walzer tanzen und von Zeit zu Zeit die Inneneinrichtung zerstören.…

 

VIDEOS

Bericht BR Abendschau vom 22.01.2010

VORBERICHT

„Besuch bei den Proben: Die lustigen Nibelungen“, Münchner Merkus am 04.01.2010

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